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European Guild of Canine
 Bowen Therapists

Canine Bowen Technique - Was ist das ?

Canine Bowen Technique (CBT) basiert auf den Grundlagen der Bowen Technique, einer erfolgreichen Therapieform für den Menschen, benannt nach ihrem Begründer Tom Bowen (1916-1982). Entwickelt wurde die Technik während der 1950er Jahre in Australien, anfangs der 1990er Jahre wurde sie erstmals in Grossbritannien eingesetzt. Die Bowen Practitioner Sally und Ron Askew haben 2001 in Grossbritannien begonnen, die Technik für den Gebrauch an Hunden anzupassen. Sie begannen mit ihren eigenen Hunden und dann, in enger Zusammenarbeit und mit der Unterstützung ihres Tierarztes, integrierten sie ihre Erfahrungen erfolgreich in ihre Verhaltensarbeit mit Hunden und in die Rehabilitationsunterstützung.
Die Canine Bowen Technique ist eine ganzheitliche Therapieform. Mit ganzheitlich meinen wir, dass es den Körper als Ganzes behandelt, ohne Fokus auf ein bestimmtes Krankheitsbild. EGCBT Practitioner behandeln also nicht per se die vom Tierarzt diagnostizierte Krankheit, sondern den Hund wie sie ihn im Moment der Behandlung vor sich haben.
Ein konkretes Beispiel: obwohl ein Hund wegen Lahmheit eines Hinterbeins gebracht wird, kann es vorkommen, dass der EGCBT Practitioner auch andere Körperteile wie den Rücken, den Nacken oder die Vorderbeine behandelt um andere problematische Bereiche zu verbessern. In diesem Fall verlagert der Hund sein Gewicht nach vorne, um das Hinterbein zu schonen. Dabei wird aber die Haltung des Kopfes und Nackens beeinträchtigt und die Vorderbeine mehr belastet. Die Behandlung dieser anderen Bereiche erhöht die Erfolgschance deutlich, den Hund darin zu unterstützen, wieder ein verbessertes Gleichgewicht zu finden.


Was wird in einer Behandlungssitzung der CBT gemacht?

Der EGCBT Practitioner (gemeint sind damit männliche und weibliche Practitioner), führt mit seinen Händen an bestimmten Stellen auf dem Hundekörper sanfte, rollende Bewegungen über dem weichen Gewebe aus (Muskeln, Bänder, Sehnen, Bindegewebe und Haut). Die Bewegung wird langsam und mit sehr leichtem Druck durchgeführt um das darunterliegende Gewebe nur sanft zu stimulieren und den Fokus auf Gehirnreize zu legen.

Bei dieser Technik wird weder manipuliert, gezogen, mit Gelenken geknackt, Nadeln eingeführt noch mit Öl massiert.
Canne Bowen Technique - later in the treatment
Die Gesamtdauer einer Konsultation kann bis zu einer Stunde betragen, da der Practitioner mehr über Sie und ihren Hund erfahren möchte und ihr Hund sich an die Situation und sein neues Gegenüber gewöhnen und entspannen soll. Die eigentliche Behandlung am Tier dauert normalerweise nicht länger als 20 Minuten. Im Laufe der darauffolgenden 3-4 Tage kann ihr Hund möglicherweise noch Nachwirkungen der Behandlung spüren, da sich sein Körper auf die Impulse der Behandlung hin erst wieder ausbalancieren/anpassen muss. Der Heilungsprozess dauert noch etwa 7 Tage an, bevor die Behandlung möglicherweise fortgesetzt wird. Die durchschnittliche Anzahl Behandlungen um bereits bemerkenswerte Verbesserungen Veränderungen zu erzielen liegt bei 1-2.

Während einer Behandlung gibt es kurze Pausen, die entweder durch den Hund oder den Practitioner bestimmt werden. Während dieser Intervalle kann der Hund die Informationen, die er durch die sanften Berührungen erfahren hat, verarbeiten und so seinem System feine Anpassungen ermöglichen. Hunde spüren ihren Körper gewöhnlich besser als Menschen und wissen, wann Zeit für eine Pause ist und wann es weitergehen soll. Häufig entfernen sie sich bereits nach einigen Griffen ein Stück und schauen einfach ins Leere oder legen sich irgendwo hin für eine kleine Pause.
Die Therapie wird einem Hund niemals aufgezwungen - das würde nur dazu führen, dass der Hund weniger empfänglich ist und wäre kontraproduktiv für das eigentliche Ziel. Folglich besteht ein wichtiger Teil der Canine Bowen Technique darin, zu spüren und zu respektieren, wenn ein Hund zeigt, dass er bereits bekommen hat, was er braucht.

Es ist deshalb klar, dass zu Beginn einer
Canine Bowen Technique Behandlung Zeit eingeplant werden muss, dass der Hund den Practitioner in Ruhe kennenlernen und ihm vertrauen kann. Für sehr nervöse Hunde kann das bedeuten, dass ein Grossteil des ersten Behandlungstermins dafür aufgewendet wird, diese Beziehung aufzubauen und sehr wenig eigentliche Bowen Arbeit ausgeführt wird. Die Erfahrung zeigt aber, dass nach der Gewöhnung an eine Canine Bowen Technique Behandlung viele Hunde mehr und mehr davon möchten und sich sogar so positionieren um zu zeigen, wo Arbeit nötig ist und sie diese ausgeführt haben möchten.


Weshalb Canine Bowen Technique ?

Canine Bowen Technique zielt darauf hin, die Selbstheilungskräfte anzuregen und zu unterstützen und kann deshalb für Hunde mit folgenden Problemen sinnvoll sein:
Canne Bowen Technique - even later in the treatment
•  Akute Verletzungen wie z.B. Verstauchungen und Zerrungen.
•  Chronische Beschwerden und degenerative Erkrankungen - das Ziel ist, die Lebensqualität des Hundes zu verbessern/unterstützen.
•  Gerettete oder umplatzierte Hunde - um Spannungen aus stressvollen oder traumatisierenden Situationen zu lösen.
•  Vor und nach Operationen  - als Unterstützung während der Erholungszeit.
•  Durch Angst ausgelöste Unruhe - z.B. Feurwerk und Gewitter.

Allerdings werden EGCBT Practitioner nicht für sich in Anspruch nehmen, Probleme „heilen“ zu können.  Unser Ziel ist es stattdessen, die eigenen Kräfte des Hundes zu fokussieren und zu stärken, damit dieser selber mit dem Problem umgehen kann. In dieser Hinsicht kann
Canine Bowen Technique deshalb beinahe all umfassende Unterstützung anbieten. Obwohl Canine Bowen Technique im Allgemeinen als Therapie betrachtet wird, die Abhilfe bei Problemen helfen könnte, kann sie auch sehr gut zur Erhaltung und Prävention eingesetzt werden um mit zu helfen den Körper in einem optimalen Gleichgewicht halten zu können. So gesehen kann es Canine Bowen Technique sehr nützlich sein für aktive und hart arbeitende Hunde oder für Hunde, welche in Wettbewerben wie Obedience, Agility oder Trialling eingesetzt werden.

Häufig kommen Kunden mit einem der folgenden Anliegen zu einer
Canine Bowen Technique Behandlung:

•  Allergien und Hautprobleme
•  Arthrose, Muskelzerrungen oder Verstauchungen
•  Rückenprobleme
•  Lahmheit oder andere Gangprobleme
•  Hüft- und Ellbogendysplasie
•  Hunde, die für die Arbeit oder Wettbewerbe eingesetzt werden
•  Hunde, die stark an der Leine ziehen
•  Aggression oder andere Verhaltensprobleme
•  Stress oder Angststörungen
•  Erkrankungen des Urogenitaltrakts
•  wiederkehrende Ohrprobleme
•  Ischiasprobleme

Natürlich können vom Tierarzt diagnostizierte Krankheiten wie Gelenkdysplasie nicht einfach mit
Canine Bowen Technique „geheilt“ werden. Trotzdem kann diese Technik für solche Hunde sehr wertvoll sein, weil sie lokal und im ganzen Körper ausgleichend und optimierend wirkt und damit mithelfen kann, die Lebensqualität des Hundes zu verbessern.
 


Ratschläge für die Nachsorge

Eine Bowen Behandlung ist eine Partnerschaft. Im Falle der Behandlung von Menschen ist es eine Zwei-Weg-Partnerschaft - zwischen Practitioner und Kunde. Bei Hunden ist es sogar eine Dreierbeziehung - zwischen Practitioner, Hund und Besitzer.
Ihr EGCBT Practitioner wird Ihnen Ratschläge für die  Nachsorge Ihres Hundes geben, z.B. wie sie sich in den folgenden Tagen am besten um ihn kümmern. Dass Sie diesen Empfehlungen folgen ist ebenso wichtig wie die eigentliche Behandlung selbst. Ist ein Besitzer nicht gewillt, diesen zu folgen ist auch die Behandlung viel weniger effizient.

Es ist zum Beispiel so, dass sich die meisten Hunde nach einer
Canine Bowen Technique Behandlung müde fühlen und sich am liebsten an einem ruhigen Ort hinlegen und ausruhen. Das ist auch gut so, denn im Schlaf ist es dem Körper am besten möglich zu regenerieren und ins Gleichgewicht zu kommen. Die Schläfrigkeit des Hundes zeigt, dass der Körper die Bowen Behandlung angenommen hat und darauf reagiert. Falls nun aber der Besitzer darauf insistiert mit dem Hund eine Wanderung zu unternehmen z.B. um ihn abzulenken oder zur Wiedergutmachung, weil es ihm schlecht ging, so bekommt der Hund nicht die Regenerationszeit, die er bräuchte und die Gefahr einer Verschlimmerung wäre gross.

Hören Sie also bitte auf die Ratschläge des Practitioners und folgen Sie seinen Empfehlungen.
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